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Vergleich: KfW - EnEV 2009/2007

In früheren Zeiten wurde auf eine wärmedämmende Abdichtung verzichtet, Unterspannbahn sind in Altbauten kaum vorhanden. In vielen Häusern gehen deshalb noch heute enorme Wärme-mengen übers Dach verloren. Bis zu 30 % Wärmeverluste des gesamten Gebäudes können bei der Dachfläche entstehen.
In der Regel wird die gesamte Dämmung von außen durchgeführt, sodass für den bewohnten Bereich im Dachgeschoß nur geringe Belästigung und Verschmutzung entstehen.

Die Energieeinsparverordnung (EnEV) verpflichtet den Eigentümer von Altbauten bei erstmaligen Einsatz oder Ersatz einer Steildachdämmung einen Wärmdurchgangskoeffizienten von mindestens 0,30 W/m² K einzuhalten; bei einer Flachdachsanierung mindestens 0,25 W/m² K.
Bei einem Steildach gibt es zwei verschiedene Varianten der Dämmart.

Aufsparrendämmung:

Bei dieser Dämmmethode wird die Dämmschicht direkt auf die Sparren von außen angebracht. Die Dämmung wird vollflächig ausgeführt, Dadurch werden Wärmebrücken vermieden. Bei frei-stehenden Häusern eine gute Lösung, bei Reihenhäusern problematisch, da ein deutlicher, sichtbarer Übergang zum Nachbarhaus entsteht.

Zwischensparrendämmung:

Zwischen den Dachsparren ist meist viel Platz, der mit Dämmstoff gefüllt werden kann. Die Dämmstoffdicke sollte mindestens 20 cm betragen. Reicht die vorhandene Sparrenhöhe dafür nicht aus, lassen sie sich meist mit Latten verlängern. Die reine Dämmung zwischen den Sparren hat jedoch den Nachteil, dass die Sparren die Dämmschicht unterbrechen. Dadurch entstehen geringe Wärmebrücken. Um diesen Effekt zu begrenzen, ist es möglich, eine zusätzliche Dämmung auf den Sparren anzubringen, z.B. Holzfaser-Leichtbauplatten.

Untersparrendämmung:

Sie eignet sich als Ergänzung zur vorhandenen Dämmung zwischen den Sparren. Da dies aber den Wohnraum etwas verkleinert, reicht eine Dämmdicke von etwa 50 mm aus.

Zwischen und Aufsparrendämmung

Die Kombination einer Zwischen- und Aufsparrendämmung verbessert den Wärmeschutz der Dachfläche deutlich, gleichzeitig werden die Wärmebrücken an den Sparren und im Wandbereich reduziert und der sommerliche Wärmeschutz verbessert. Diese Art der Dämmung sorgt im Sommer für angenehmere bzw. kühlere Raumtemperaturen und verbessert den Schlaf- und Wohnkomfort unter dem Dach.

Zwischen und Aufsparrendämmung im Detail

Zwischen den Sparren wird z.B. 14 cm Mineralwolle verbaut, auf den Sparren erfolgt eine zusätzliche Dämmung aus z.B. Holzfaser-Leichtbauplatten. Hierbei werden die Wärmebrücken der Holzsparren komplett entkoppelt, weiterhin kann mit dieser Dämmung bis auf die Mauerkroneen der Giebelseite gedämmt werden.

In der Ausbauphase des Dachgeschoßes und beim späteren Innenausbau ist darauf zu achten das keine Bohrungen oder Durchdringungen die Dampfsperre beschädigen.
Durchdringungen durch die Folien wie Leitungen, Kabel und Rohre müssen sauber verklebt werden, optimal mit einer eingeklebten Manschette. Durchgehende Lüftungsleitungen sind zu isolieren.

Neben der Mineralwolle gibt es auch einblasbare Zellulose-Dämmstoffe aus aufbereitetem und recyceltem Papier. Ökologisch ist dies eine sinnvolle Alternative. Bei ausgebauten Dachgeschossen besteht hier zusätzlich der Vorteil zum verbesserten sommerlichen Wärmeschutz. Einbaustärken von 20 cm werden empfohlen, eine Aufdopplung der Sparren wird erforderlich.