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Vergleich: KfW - EnEV 2009/2007

Außenwanddämmungen bedürfen evtl. einer Genehmigungs- oder Anzeigepflicht beim Bauordnungsamt, ebenso sind Grenzabstände zum Nachbarn zu berücksichtigen.

Wärmedämmverbundsystem oder Thermohaut:

Bei diesem umfassenden Vollwärmeschutz isoliert ein Wärmedämmverbundsystem das Gebäude von außen. Dämmstoffplatten werden direkt auf dem Außenputz der alten Fassade angebracht, darüber wird eine Schicht aus Armierungsmörtel und -gewebe aufgebracht, danach wird wieder verputzt. Bei diesem Verfahren dürfen nur komplett aufeinander abgestimmte Komponenten eines Herstellers verwendet werden. Der Dämmstoff sollte mindestens 12 cm dick sein. Ihr Energie-berater ermittelt Ihnen die individuelle optimale Dämmstoffstärke.

Bei der Verwendung der Dübel für die Dämmplatten sind Materialien aus Kunststoff zu wählen, da Eisenstifte eine Wärmebrücke bilden. Die Fensterbänke mit Anschluss an die Fenster/Mauerwerk sind thermisch zu trennen.

Durch die Dämmung der Fassade ist ein ausreichender Dachüberstand an der Giebelseite eventuell nicht mehr gegeben, hier ist der Überstand im Zuge der Dachdämmung zu verlängern.

Die hinterlüftete Vorhangfassade:

In ländlichen Regionen findet man diese Methode sehr häufig. Bei dieser traditionellen Bauweise dienen Holzschindeln, Schieferplatten oder Ziegel als Verkleidung. Bei der Montage wird zunächst eine Unterkonstruktion an die Fassade gedübelt. Anschließend werden die Dämmplatten zwischen der Unterkonstruktion auf dem alten Putz angebracht. Zur Abführung von Feuchtigkeit bleibt zwischen Dämmschicht und der Verkleidung, dem so genannten Vorhang, eine Belüftungs-schicht.

Kerndämmung:

Bei dieser Methode wird mit einem Einblasverfahren der Luftspalt komplett mit Dämmstoff aufgefüllt. Danach sollte eine Wasserdampfdiffusionsberechnung durchgeführt werden.

Innendämmung als Kompromiss:

Die wichtigste Voraussetzung sind trockene Wände, in die weder von außen noch von unten Feuchtigkeit eindringt. Auf der Raumseite muss unbedingt eine dampfsperrende oder bremsende Schicht angebracht werden, damit keine Feuchtigkeit aus dem Raum in die Konstruktion eindringt. Durchbrüche durch diese Schicht sollten Sie vermeiden. Vorsicht also bei der Installation von Lampen, Bildern oder Regalen. Installationen, wie Wasser und Elektrizität sollten zum Innenraum hin vor der Luftdichtheitsschicht untergebracht werden.