Bei lästiger Zugluft oder Pfützen auf dem Fensterbrett sind Sie gut beraten, ihre Fenster zu erneuern. Hierbei ist es sinnvoll die Fenstererneuerung mit der Modernisierung der Fassade zu kombinieren. Hat das Fenster einen besseren U-Wert als die Außenwand, können Feuchte-probleme entstehen und somit ist eine Schimmelgefahr nicht ausgeschlossen. Bei der Neuin-stallation der Fenster im Erdgeschoß sollte ein Einbruchschutz (WK2) mit berücksichtigt werden.
Nach der Energieeinsparverordnung (EnEV) sind die Fenster winddicht und diffusionsdicht einzubauen, z.B. mithilfe von Kompribändern oder Folien, die zwischen Fensterrahmen und Mauerwerk geklebt werden.
Die Fensterbänke mit Anschluss an die Fenster/Mauerwerk sind thermisch zu trennen. Die Glasbausteine im Treppenhaus sollten bei einer Fassadendämmung gegen wärmegedämmte Fenster getauscht werden, da über die Wohnungstrennwand der Wohnungen zum Treppenhaus hin ein hoher Wärmefluss besteht.
Dreifachverglasung:
Weiterentwicklung der Isolierverglasung mit einer zusätzlichen Glasscheibe und Zwischen-kammer. Weiterhin deutliche Verbesserung bei der Übertragung Wärmeverluste über den Rahmen. Neben der deutlich verbesserten Dämmeigenschaft erhält man zusätzlich eine Komfortverbesserung. Die Kältestrahlung von den Fenstern ist deutlich geringer als bei Zweifachverglasung, die innenliegende Oberflächentemperatur nähert sich der Raumtemperatur. Uw-Wert 0,7 - 1,0 W/qm K
Wärmeschutz-Isolierverglasung:
Der Raum zwischen den einzelnen Scheiben ist mit Edelgas gefüllt. Diese Gase haben einen niedrigeren Wärmeleitwert und damit gute Dämmeigenschaften. Auf die Innenseite der raum-seitigen Scheibe wird eine hauchdünne, unsichtbare Edelmetallschicht (meist Silber) aufge-dampft. Diese lässt die kurzwelligen Lichtstrahlen in den Wohnraum hinein und reflektiert die langwelligen Wärmestrahlen aus dem Wohnraum wieder nach innen. Diese Gläser haben mehr als doppelt so gute Dämmeigenschaften wie Isolierverglasungen. Das bedeutet eine Halbierung des Energieverbrauchs und mehr Wohlbefinden. Uw-Wert 1,3 W/qm K
Isolierverglasung:
Zwei oder drei Glasscheiben sind in einem Abstand von 20 bis 30 Millimeter durch ein abge-dichtetes Profil miteinander verbunden. Im Scheibenzwischenraum befindet sich trockene Luft. Isolierverglasungen kamen vor etwa 60 Jahren auf den Markt. Sie bieten zwar einen bessern Wärme- und Schallschutz als Einscheibenverglasungen, sind aber trotzdem heute überholt und dürfen bei der Sanierung und im Neubau nicht mehr verwendet werden. Uw-Wert 2,7 - 3,0 W/qm K
Einfachverglasung:
Nur eine einzige Scheibe trennt den Raum von der Außenluft und entsprechend schlecht sind die Dämmeigenschaften. Die Verwendung solcher Fenster ist heute weder bei der Sanierung noch für Neubauten erlaubt. Uw-Wert 5,0 W/qm K
Bei der Auswahl neuer Fenster sollten Sie auf einen möglichst niedrigen U-Wert (Wärmedurch-gangskoeffizienten) achten. Dieser zeigt Ihnen wie viel Energie in einer Sekunde durch eine Fläche von einem Quadratmeter fließt, wenn Temperaturen mit einem Unterschied von einem Kelvin an beiden Seiten herrschen.
Fensterfalz-Lüfter
Diese Fensterfalz-Lüfter sind im Fenster integriert und somit nicht sichtbar. Es wird energieschonend frische Luft unter die Wohnungsdecke des jeweiligen Raumes geführt und durch Vermischung mit der dortigen Warmluft wird die relative Luftfeuchte in den Räumen auf ein unkritisches Niveau gesenkt. Darüber hinaus werden Zugerscheinungen durch die 2-stufige Volumenstromregelung bei größeren WIndgeschwindigkeiten verhindert.
Da die Lüftungsweise des Fensterfalz-Lüfters rein mechanisch ist, reagiert er selbstständig auf Winddruckänderungen am Gebäude. Er benötigt keine Energieversorgung und arbeitet ohne jeglichen Eingriff der Bewohner, Tag und Nacht.





