Kraft-Wärme-Kopplung
Mit der Kraft-Wärme-Kopplung kann kostengünstig die Versorgung mit Strom, Wärme und Warmwasser des Gebäudes als Grundlast erfolgen. Zusätzlich zur Spitzenlast ist meistens eine Gasbrennwert-Therme erforderlich. Der überschüssige, nicht selbst genutzte Strom wird in das öffentliche Netz eingespeist und vergütet.
Dieses Energiesystem hat sehr hohe Investitionskosten. Verglichen aber mit den gesamten Heizkosten einschließlich des Brennstoffs, liegt über einen Betrachtungsraum von 20 Jahren wirtschaftlich das KWK-System weit vorne. In kleineren gut gedämmten Ein- bis Zweifamilienhäusern ist die Wirtschaftlichkeit nur auf langer Zeit darstellbar, bei Gebäuden mit erhöhten Wärmeverlusten (denkmalgeschützte Gebäude) oder bei Gewerbeobjekten mit hohem Wärmebedarf, ist der Einsatz dieser Technik optimal.
Das KWK-System eines Einfamilienhauses vermindert den CO2 Ausstoß um bis zu 30t/a. Aufgrund der positiven CO2 Bilanz ist der Brennstoff für die KWK komplett von der Öko- und Mineralölsteuer befreit.
Der Platzbedarf für so eine Anlage ähnelt einem Öl- oder Gaskessel gleicher Leistung, und kann ohne Probleme im Keller aufgestellt werden.
Die neuen Micro-BHKWs eignen sich auch für kleinere Gebäude, die speziell hierfür konstruiert wurden.
Blockheizkraftwerk (BHKW)
Der Einbau eines Micro-BHKWs ist bei einer kleinen Wohnfläche nach einer umfassenden Sanierung der Gebäudehülle auf Wirtschaftlichkeit genauestens zu untersuchen. Ein BHKW amortisiert sich nur durch sehr lange Laufzeiten, an denen Wärme und Strom gleichzeitig produziert werden. Bei einem Ein- oder Zweifamilienhaus mit einem Jahres-Heizungsverbrauch über 30.000 kWh/Jahr ist der Einsatz wirtschaftlich sinnvoll.
Optimal für den Einsatz der Micro-BHKWs sind ältere Gebäude wie z.B. Baudenkmäler und Gebäude mit ausgeprägter Fassade, an denen eine Dämmung nur schwierig zu montieren ist. Die Warmwasserbereitung sollte ebenfalls über das BHKW laufen, um die Laufzeiten zu erhöhen.
Die BHKWs gibt es unterschiedliche Einsatzorte, die hier kurz beschrieben werden:
ecoPower 1.0
Das ecoPower 1.0-System ist extra für Ein- und Zweifamilienhäuser konzipiert worden. DUrch den guten elektrischen WIrkungsgrad seiner Klasse deckt ecoPower 1.0 im Jahresmittel 70% des Strombedarfs, durch den höheren Wärmebedarf und entsprechend vielen Betriebsstunden im Winter sogar über 80%. Stromlastspitzen werden aus dem Netz gedeckt, Überschüsse werden gegen die übliche Vergütung ins Netz eingespeist.
Es arbeitet mit konstanter Leistung ohne energiefressende Starts und Stopps besonders kostensparend und klimaschonend, um dies und die größtmögliche Effizienz zu gewährleisten, ist es nur als Komplettsystem erhältlich.
Der jährliche Energiebedarf des Hauses sollte zwischen 15.000 und 25.000 kWh liegen.
ecoPower 3.0
Das ecoPower 3.0-System ist optimal für größere Zwei- und Mehrfamilienhäuser oder auch für ein großes Einfamilienhaus mit Schwimmbad. Es wird in Abhängigkeit der Verbrauchsdaten und -zeiten individuell gesteuert. So ist auch die Warmwasserversorgung bei gleichzeitigem Duschen und Baden mehrerer Personen gesichert.
Dieses System kann sowohl als alleiniger Wärmeerzeuger eingesetzt werden als auch in Verbindung mit einem Spitzenlastheizgerät, das die Bedarfsspitzen an sehr kalten Wintertagen oder bei erhöhtem Warmwasserbedarf abgedeckt. Dies ist in vielen Fällen wirtschaftlicher, als ein mini-BHKW mit höherer Leistung einzusetzen.
Der jährliche Energiebedarf des Hauses sollte zwischen 25.000 und 45.000 kWh liegen.





